Mittwoch, 27 April 2005

Perl in der Zigarettenschachtel

NSLU2 Seit einiger Zeit befindet sich in meinem Besitz ein sog. Network Attached Storage (NAS). Was sich im ersten Augenblick monströs anhört, ist in Wirklichkeit eine smarte Lösung der Firma Linksys, um externe USB-Festplatten via Ethernet in einen Fileserver umzuwandeln. Das Gerät der Größe 13x9 cm beherbergt dazu ein komplettes Linux-System.

Wirklich interessant wird diese Hardware aber erst, wenn man die originale Firmware durch eine modifizierte Version ersetzt. Hier empfiehlt sich vor allem die Open-Source-Software Unslung. Denn anschließend lässt sich auf diesem Mini-Computer fast jede beliebige Software installieren - unter anderem Perl.

Selbstverständlich lässt sich aber außer Perl noch eine Vielzahl anderer Software-Packet installieren. Dazu gehören Entwicklungswerkzeuge wie der GCC (3.3.5), Python und make, diverse Server-Software (NFS, FTP, WWW und Mail) und Web-Tools wie NanoBlogger oder Mediawiki. Sogar die Datenbank PostgreSQL läuft nach unbestätigten Gerüchten auf der Zigarettenschachtel.

Der Clou, warum das überhaupt funktioniert, liegt an der Tatsache, dass die modifizierten Firmware-Versionen einfach eine gewisse Menge an Festplattenplatz der USB-Harddisk als integalen Teil des Rechners verwenden - ähnlich zu einem herkömmlichen Computer.

Man sollte allerdings nicht zu viele Dienste gleichzeitig auf dem NSLU2 starten, da der Hauptspeicher mit 32MB RAM eher dünn gesät ist.

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